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Fissurenversiegelung
(erstellt am: 30.09.2007 - letzte Änderung:30.09.2007 - aufgerufen: 207 Mal)
Als Fissurenversiegelung wird ein Verschluss der Kauflächen (Okklusalflächen) insbesondere der Backenzähne mit einem Kunststoff zur Kariesprävention bezeichnet, der ungefähr sieben bis zehn Jahre wirksam ist. Eine Fissurenversiegelung der Seitenflächen (Approximalflächen) ist ebenfalls möglich. Durch eine solche Versiegelung wird verhindert, dass Bakterien in die Zahngrübchen auf den Kauflächen eindringen und den Zahnschmelz zersetzen (Fissurenkaries).
Bei 6 bis 19jährigen werden die Kosten einer Fissurenversiegelung durch die gesetzliche Krankenkasse übernommen, da diese Leistung zu den individual- und kariesprophylaktischen zählt.
Insbesondere in diesem Alter ist die Kauoberfläche der Backenzähne mit tiefen Grübchen (Fissurenform) versehen. Diese lassen sich mit einer Zahnbürste nur schwer oder gar nicht reinigen. So ist eine rechtzeitige Versiegelung sinnvoll. Dafür ist es notwendig, dass der zu versiegelnde Zahn noch völlig gesund ist. Daher ist eine solche Behandlung bei Erwachsenen nicht mehr angebracht. Entweder war der Zahn bereits kariös und ist mit einer Füllung versehen oder er ist gegen bakterielle Einflüsse widerstandsfähig. Selbstverständlich ersetzt eine Fissurenversiegelung nicht das tägliche Zähneputzen oder die regelmäßige zahnärztliche Kontrolle. Durch diese werden auch Materialschäden an der Versiegelung rechtzeitig erkannt. Auch bei Kindern ist eine Fissurenversiegelung nicht immer sinnvoll, beispielsweise wenn ein nur geringes Kariesrisiko oder flache und damit gut zugängliche Fissuren vorliegen. Ist im Gegenteil eine hohe Kariesaktivität vorhanden, kann eine Versiegelung sogar zu mehr Karies führen.
Eine Fissurenversiegelung erfolgt nach der gründlichen Reinigung und Trockenlegung des zu versiegelnden Zahnes. Der Kunststoff wird in das Fissurenrelief gegeben. Anschließend muss der Zusammenbiss kontrolliert werden (Okklusionskontrolle) und das Material aushärten. Am Schluss der Behandlung erfolgt eine Fluoridierung des Zahnes.



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