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Keramik
(erstellt am: 30.09.2007 - letzte Änderung:30.09.2007 - aufgerufen: 176 Mal)
Das Wort Keramik kommt von dem griechischen Begriff Keramos, was Erde bedeutet. Für die Zahnheilkunde ist dieser Werkstoff aufgrund seiner besonderen Eigenschaften sehr wertvoll: er sieht den natürlichen Zähnen sehr ähnlich, besitzt eine hohe Bioverträglichkeit, Farbbeständigkeit, Härte sowie chemische Widerstandsfähigkeit. Verwendet wird Keramik für die Anfertigung künstlicher Zähne, zahnfarbener Zahnersatzarbeiten, Füllungen und Implantaten.
Für die Herstellung dieses Werkstoffes werden Pulver und Flüssigkeit verführt und schließlich gebrannt. Dabei ist die verwendete Flüssigkeitsmenge ausschlaggebend für physikalische Eigenschaften keramischer Werkstoffe wie Dichte und Porosität.
Aufgrund des natürlichen Aussehens der Keramik wird dieser Werkstoff sowohl im Front- als auch im Seitenzahnbereich für Inlays, Teilkronen sowie Stiftkernaufbauten verwendet. Diese enorme Ähnlichkeit zu der natürlichen Zahnfarbe besitzt die Keramik durch ihre Eigenschaften hinsichtlich der Lichtbrechung und Festigkeit. Treffen Lichtstrahlen auf die Zahnoberfläche, werden sie durch die Lichtbrechung der Keramikschichten in das benachbarte Zahnfleisch weitergeleitet. So erscheint dieses in einer vitalen, natürlichen Farbe.
Eine weitere bereits erwähnte besondere Eigenschaft der Keramik ist ihre gute Verträglichkeit. Diese rührt aus folgenden Merkmalen: unbedenkliche Inhaltsstoffe, geringe Löslichkeit im Mundhöhlenmilieu und keine chemische Zersetzung unter Bildung giftiger Abbauprodukte, geringe Tendenz zur Plaqueanlagerung sowie keine Interaktionen mit anderen Werkstoffen in der Mundhöhle.
Vor allem zwei Gruppen verschiedener Keramiken werden unterschieden:
1. Die polykristallinen, oxidischen Keramiken, wie Aluminiumoxid und Zirkonoxid, die aus einer Vielzahl kleiner Kristalle bestehen. Sie setzen sich allerdings aus nur einer chemischen Verbindung zusammen. Daher wird dieser Werkstoff einphasig genannt.
2. Die Glaskeramik, die aus einem Glasrohling hergestellt werden. Da dieser Werkstoff aus unterschiedlichen Komponenten und Zusammensetzungen besteht, insbesondere aus kristallinen Bestandteilen und einer Glasphase, bezeichnet man ihn als mehrphasig.
Um vollkeramische Restaurationen im Mund zu befestigen, werden verschiedene Materialgruppen verwendet. Adhäsiv-, also Klebe-Techniken werden gebraucht, um auf der Zahnseite das Befestigungsmaterial mit dem Zahnschmelz und Dentin zu verbinden. Auf der Keramikseite ist die Anwendung von Ätz- und Coating-Verfahren gebräuchlich.



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