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| Plaque | ||
| (erstellt am: 30.09.2007 - letzte Änderung:30.09.2007 - aufgerufen: 166 Mal) | ||
| Plaque (Zahnbelag) besteht aus mehreren Schichten, insbesondere einer Eiweißschicht und Schichten aus Mikroorganismen. Durch das regelmäßige, gründliche Reinigen der Zähne mit Zahnbürste und Zahnpasta kann dem Zahnbelag entgegengewirkt werden. Als erstes bildet sich eine Eiweißschicht auf der Zahnoberfläche (oder künstlichen Oberflächen wie Füllungen und Zahnersatz). Diese Schicht wird Pellicle genannt. Sie ist abspülbar. Wird sie nicht abgespült, können sich Bakterien ansiedeln. Dies sind zunächst Bakterien, die zu der normalen Mundflora hinzugehören. Durch spezielle Rezeptoren an ihrer Zellwand, ist diesen Mikroorganismen eine Bindung zu der Eiweißschicht möglich. Wenn auch dieser Besiedelungsvorgang ungestört verlaufen kann und ihm nicht durch das Putzen der Zähne entgegengesteuert wird, siedeln sich auf die erste Bakterienschicht weitere Mikroorganismen an und vermehren sich. Zu diesen Mikroorganismen gehört auch Streptococcus mutans, einer der Zahnkaries-Auslöser. Die Bakterien bilden untereinander eine Symbiose, das heißt, sie versorgen sich gegenseitig mit Stoffwechselprodukten. Die Bakterienschichten werden durch eine Matrix aus Eiweißen und Kohlenhydraten verstärkt, die zusätzlich als Nahrungsreserve dient. Bakterien benötigen zur Zellteilung und damit zu ihrer Vermehrung gerade mal eine halbe Stunde. So kann durch antibakterielle Mundspülungen nur kurzfristig die oberste Zellschicht abgetragen werden, die sich allerdings in kürzester Zeit erneuert. Durch hohen und häufigen Zuckerkonsum werden Mikroorganismen begünstigt und siedeln sich an, die mit diesem Überangebot an Nährstoffen zurecht kommen, wie Streptococcus mutans. Diese Bakterien bilden Säure, die den Zahnschmelz angreift; es entsteht Karies. Wenn die Plaque Mineralstoffe aufnimmt, verfestigt sie sich und wird zu Zahnstein. Dieser begünstigt wiederum neue Bakterienansiedlungen und sollte entfernt werden. Neben der Verursachung von Karies bilden Mikroorganismen auch Stoffe, die die Immunabwehr herabsetzen. Auf diese Weise kann es zu Zahnfleischentzündungen mit Schwellungen, Rötungen und Blutungen kommen. Bei empfindlichen Personen kann so Parodontitis entstehen. Schließlich werden durch die den Zahnbelag bildenden Mikroorganismen geruchsintensive Schwefelverbindungen hervorgerufen, so dass Mundgeruch entsteht. | ||
| Pinledge (Verankerungsform für Kronen) | | |
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