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| Teleskopkrone | ||
| (erstellt am: 28.08.2007 - letzte Änderung:28.08.2007 - aufgerufen: 269 Mal) | ||
| Die Teleskopkrone, auch Doppelkrone oder schlicht Teleskop genannt, wird unterteilt in Konusteleskop (Konuskrone) und Zylinderteleskop. Beiden Konstruktionen ist gemeinsam, dass eine Teleskopkrone grundsätzlich aus zwei Teilen besteht: Das im Mund fest eingesetzte Innenteleskop (Primärkrone), das aus Metall gefertigt ist, wird mit dem darüber greifenden, herausnehmbaren Außenteleskop (Sekundärkrone) verbunden. Entscheidend für die Haftung (Friktion = Haftreibung) ist der Winkel zwischen den beiden Teilen. Bei der Konusteleskopkrone handelt sich um einen Konuswinkel, also die Form eines Kegels, beim Zylinderteleskop beträgt der Winkel exakt 90°. Friktion entsteht durch eine sogenannte Übergangspassung. Dies meint eine präzise Passgenauigkeit beider Teleskopteile. Beim Zylinderteleskop entsteht die Friktion durch Parallelwandigkeit mindestens zweier Flächen (Patrizenaußenseite ist beinahe gleich groß wie Matrizeninnenseite). Wenn also Innen- und Außenteleskop exakt zylindrisch sind, das heißt einen 90°-Winkel aufweisen (Rechteck-Form), wird eine optimale Haftung erreicht. Die Konusteleskopkrone hingegen läuft nach oben kegelförmig (konisch) zu. Hier ist der Konuswinkel entscheidend für die Friktion zwischen Primär- und Sekundärkrone, also Außen- und Innenteleskop. Der Konuswinkel beträgt zwischen 4° und 6°. Ab einem Konuswinkel von 8° (Stützkonus) wird keine Haftreibung mehr erreicht. Schließlich sei noch eine Sonderform der Teleskopkrone erwähnt, das Resilienzteleskop. Es findet Anwendung, wenn im Gebiss nur noch wenige, 1 bis 3, eigene Zähne vorhanden sind. Bei dieser Teleskopart befindet sich zwischen der Primär- und der Sekundärkrone an der zur Kaufläche zugewandten Seite des Teleskops ein Spielraum von 0,3 bis 0,5 mm. Dies führt zu einer geringen Belastung der eigenen Restzähne, da der Zahnersatz – außer unter Funktion, also zum Beispiel beim Kauen – nur auf der Schleimhaut aufliegt. Nur unter Belastung durch Kauen wird dieser Resilienzspielraum aufgehoben. Teleskopkronen gehören zur Standardversorgung eines größeren Lückengebisses mit herausnehmbarem Zahnersatz (Teilprothese, Brücke). Die Vorteile von Teleskopen bestehen vor allem in der geringen Belastung der verbliebenen, eigenen Pfeilerzähne sowie in einer problemlosen Erweiterung (Reparatur) des Zahnersatzes, wenn weitere Pfeilerzähne entfernt werden müssen. Darüber hinaus ist durch Langzeitbeobachtungen nachgewiesen, dass Teleskopkronen, insbesondere Konuskronen als Verankerungsform, eine feste, langlebige Haftung aufweisen. Bisweilen wirkt ein Teleskop allerdings recht klobig, da es – wie beschrieben – stets aus einer Doppelkrone besteht und daher relativ groß ist. | ||
| Teilkrone / Onlay | | |
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