Zahnlexikon von A bis Z







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Totale Prothese
(erstellt am: 28.08.2007 - letzte Änderung:28.08.2007 - aufgerufen: 288 Mal)
Eine Vollprothese muss einerseits die hohen Ansprüche der Patienten erfüllen,
andererseits auch den prothetischen Anforderungen gerecht werden.
Die Patienten erwarten müheloses Kauen und Sprechen sowie gutes Aussehen der
Prothese. In Deutschland werden pro Jahr etwa 800.000 Vollprothesen abgerechnet.
Dazu muss die Prothese über einen absolut sicheren Halt verfügen, der bei einer
Vollprothese über den Speichel erreicht wird. Die sichere Haftung wird vor allem
durch zwei Faktoren bestimmt: durch die Adhäsion (Anhangskraft) und die Kohäsion
(Zusammenhangskraft). Der Unterschied dieser beiden Wirkkräfte besteht darin,
dass die Adhäsion die Zusammenhangskräfte zwischen Molekülen zweier
verschiedener Stoffe bezeichnet. Unter Kohäsion versteht man die
Zusammenhangskräfte zwischen den Molekülen eines Stoffes, zum Beispiel
innerhalb von Flüssigkeiten oder Festkörpern. Im Zusammenhang mit dem Halt von
Prothesen sind die Adhäsion des Speichels an der Prothesenbasis und am
Prothesenlager und die Kohäsion des Speichels im Spalt zwischen der Basis und der
den Kiefer bedeckenden Schleimhaut gemeint. Letztendlich funktioniert hier der
Speichel wie der Leim, der zwei Bretter aneinander hält, bzw. wie die Kräfte, die
zwischen zwei aufeinandergelegten Glasscheiben verhindern, dass diese
auseinandergenommen werden können.
Da immer ältere Menschen Prothesen benötigen, wird der Fachbereich der Prothetik,
insbesondere der Totalprothetik immer schwieriger und anspruchsvoller. In hohem
Alter fällt es den Patienten zunehmend schwer, sich an eine Vollprothese zu
gewöhnen.



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