Zahnlexikon von A bis Z







 Suche    Volltextsuche
 
 

Zahnschmerzen
(erstellt am: 30.09.2007 - letzte Änderung:30.09.2007 - aufgerufen: 196 Mal)
Von den Zähnen können mit die stärksten Schmerzgefühle ausgehen. Auch Entzündungen des Zahnfleisches oder des Zahnhalteapparates werden zu den Zahnschmerzen hinzugezählt. Jeder einzelne Zahn besitzt ausgeprägte, sehr empfindliche Nervenstränge. Diese können so empfindlich sein, dass sie sogar auf kalte oder heiße Nahrung schmerzhaft gereizt werden.
Die Ursachen für Zahnschmerzen sind vielfältig. Dazu gehören fehlender Zahnschmelz, Karies, Entzündungen und auch mechanische Verletzungen und Beschädigungen. Insbesondere Karies und Entzündungen werden begünstigt zum einen durch die Mikroorganismen, vor allem Bakterien, die sich in der Mundhöhle befinden, zum anderen durch Speisereste und Feuchtigkeit.
Typisch für Zahnschmerzen ganz allgemein ist, dass sie schnell zu einer Schwellung (einer „dicken Backe“) der betroffenen Mundbereiche führen. Oftmals wird ferner ein pochender, pulsierender Schmerz empfunden, der durch die stärkere Durchblutung des entzündeten Bereiches verursacht ist. Durch Kühlung wird die Durchblutung gemindert und so der Schmerz reduziert.
Bei Zahnschmerzen versucht der Zahnarzt mit Hilfe verschiedener Techniken, die Ursache des Schmerzes zu klären. Insbesondere der Perkussionstest (Klopftest), die Vitalitätsprüfung sowie Röntgenbilder können eine Diagnose herbeiführen. So klärt der Zahnarzt, von welcher Stelle des Zahnes genau der Schmerz ausgeht: ob die Zahnkrone betroffen ist (zum Beispiel durch Karies, dem akuten oder chronischen Zerfall des Zahnschmelzes) oder das Zahnmark (zum Beispiel durch Pulpitis, einer Entzündung des Gewebes im Zahninnenraum) oder die Wurzelspitze (apikale Ostitis, eine Entzündung an der Wurzelspitze des Zahnes).
Typische Zahnschmerzen bei einer Karies sind nie spontan. Sie werden insbesondere durch Süßes provoziert und halten nur wenige Minuten an. So ist der Patient schmerzfrei, wenn er nichts isst, beispielsweise nachts.
Im Gegensatz dazu ist der Schmerz bei einer Pulpitis spontan sowie schlagartig und hält länger an als bei der Karies. Während die Schmerzpausen immer kürzer werden, werden die Schmerzattacken immer länger, bis der Schmerz ununterbrochen empfunden wird. Die Schmerzen können so stark ausstrahlen, dass eine Lokalisierung des betroffenen Zahnes schwierig ist. Evtl. gibt erst ein Röntgenbild völlige Klarheit.
Bei einer apikalen Ostitis kommen Klopfschmerzen hinzu. Patienten klagen oftmals über Aufbissschmerzen beispielsweise beim Kauen oder gar beim Berühren mit der Zunge. So spricht eine positive Perkussionsprobe stets für eine Entzündung im Bereich der Wurzelspitze eines Zahnes. Mit Hilfe eines Röntgenbildes klärt der Zahnarzt ab, wie weit fortgeschritten die apikale Ostitis bereits ist.
Damit es gar nicht erst zu Karies oder Entzündungen im Mundraum kommt, ist eine regelmäßige und gründliche Zahnpflege notwendig. Sie reduziert schädliche Bakterien, beginnende Schädigungen können aufgehalten oder gar zurückgebildet werden.



Zahnschmelz  Zahnschmelz  Zahnseide