Sinuslift

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Der Knochenaufbau im Oberkiefer

Häufig, insbesondere bei langjähriger Zahnlosigkeit, ist der Kieferknochen im Seitenzahnbereich des Oberkiefers zu dünn. Der Sinuslift bezeichnet eine Operationsmethode der Kieferchirurgie, bei der dieser knöcherne Boden der Kieferhöhle verstärkt wird.

Der sogenannte Sinusboden ist eine dünne knöcherne Platte, welche die Kieferhöhle von der Mundhöhle trennt. In diesem Knochen befinden sich die Seitenzähne. Bei Verlust dieser Molaren, schwindet der Sinusboden bis er so dünn ist, dass er nicht mehr ausreichend Raum für die künstlichen Zahnwurzeln, die Implantate, bietet.

Implantate können dann erst dann gesetzt werden, wenn ausreichend Knochenvolumen geschaffen wurde. Hierfür wendet die Implantologin den sogenannten Sinuslift an, auch als Sinusbodenelevation bezeichnet. Dabei wird die Kieferhöhle durch ein Gemisch von Eigenknochen und Knochenersatzmaterial „angehoben“.

Der offene Sinuslift schaffte also ausreichenden Raum für das Einsetzen des zylindrischen Implantats. Ohne diese Maßnahme würde das Implantat in die Kieferhöhle hineinragen. Zur Diagnostik gehört in der Dentaprime-Zahnklinik die Volumentomographie im Rahmen der Eingangsuntersuchung. Dieses bildgebende Verfahren ermöglicht eine hochpräzise Planung der Implantatsetzung. Ob der Sinusboden ausreichend ist für die Implantation oder er angehoben werden muss, lässt sich exakt bestimmen. Auch die Länge, Dicke und der Winkel der Zahnimplantate wird genau bestimmt. Nach dem Sinuslift erfolgt ein weitere Volumentomographie zur Kontrolle. Ist die Einheilungsphase nach zirka sechs Monaten abgeschlossen, erfolgt digitales Röntgen der Region und anschließend die Implantation auf Grundlage der computergestützten Planung. So wird sichergestellt, dass Sinuslift und Implantation ohne jedes zusätzliche Risiko durchgeführt werden können.

Bei der Anhebung des Sinusbodens verwenden wir sogenanntes Knochenersatzmaterial der Marke Bio Oss. Dieses Material wird seit über 20 Jahren in der Praxis erfolgreich eingesetzt. In der Dentaprime-Zahnklinik haben wir nur sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Die Struktur der Poren ähnelt der von menschlichem Knochen. Die Wirkungsweise veranschaulicht diese Grafik:

BioOss Knochenersatzmerial beim Sinuslift

Linkes Bild: Bio Oss-Matrix
Mitte: Osteoblasten und Blutgefäße siedeln sich in der Matrix an
Rechts: Integration mit neugebildetem Knochen (6-9 Monate)

Das im Knochen eröffnete „Fenster“ wird mit einer Membran verschlossen, so dass sich der Knochen ungestört bilden kann. Die Membran ist resorbierbar, wird also vom Körper vollständig abgebaut.