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Wie kommunizieren wir?

9. Oktober 2015

Kommunikation ist das A und O in einer sozialen Gesellschaft wie der unseren. Denken Sie nur einmal daran, wie häufig wir kommunizieren: der morgendliche Gruß, die Bestellung beim Bäcker, E-Mails, Briefe, Gespräche am Gartenzaun.
Das Kommunikationssystem des Menschen ist einzigartig in der Tierwelt, auch wenn andere Spezies ihre ganz eigene Art der Kommunikation entwickelt haben. Beispielsweise kommunizieren viele Insekten über die Frequenz ihres Flügelschlags während des Fluges oder über Töne, die sie durch Aneinanderreiben bestimmter Teile ihres Chitinpanzers erzeugen.

Aber kommunizieren wir Menschen ausschließlich über Sprache? Die Antwort darauf lautet eindeutig: Nein!
Denn der Mensch nutzt vielfältige Arten der Kommunikation, um Signale auszusenden. Teilweise unbewusst, teilweise bewusst.
Unser Geruch zum Beispiel sendet Signale an unser Gegenüber. Er entscheidet, ob wir uns „riechen“ können. Es gibt zahlreiche Studien darüber wie sehr sogenannte olfaktorische Reize die Partnerwahl beeinflussen und uns unseren Partner wiedererkennen lassen. Am bekanntesten ist wohl der Test mit den verschwitzten T-Shirts des Verhaltensbiologen Dr. Claus Wedekind. Er stellte durch den „Schnuppertest“ fest, dass seine weiblichen Testpersonen eine Reihe T-Shirts ansprechender fand als andere. Der Grund dafür: das Immunsystem. Die olfaktorischen Reize eines Mannes waren ansprechender, wenn sein Immunsystem sich vom eigenen unterschied. (1) Klingt einleuchtend, vor allem vor dem Hintergrund, dass mögliche Nachfahren so das Beste aus beiden Systemen mit auf den Weg bekämen.
Dieser Vorgang ist ein gutes Beispiel für eine Art der Kommunikation, die für uns unbewusst stattfindet. Unsere Sinne und unser Gehirn erledigen die Arbeit von selbst.

Manchmal sagt ein Lächeln mehr als Worte (Quelle: Datei: #90919827 | Urheber: Syda Productions)

Manchmal sagt ein Lächeln mehr als Worte
(Quelle: Datei: #90919827 | Urheber: Syda Productions)

Dem entgegen steht die bewusste Kommunikation, die wir beeinflussen und wahrnehmen. Auch dabei stehen uns unterschiedliche Mechanismen zur Verfügung. Wir können uns sowohl durch Laute als auch durch Optik verständigen. Die Kombination beider erhöht wissenschaftlich gesehen sogar die Wahrscheinlichkeit der Wahrnehmung.
Für beide Arten der Kommunikation benötigen wir vor allem unseren Kopf – unsere Augen, unsere Mundpartie, unsere Zähne. Die Sprache ist und bleibt der Kern unserer Kommunikation, mit der wir selbst komplexe Inhalte wiedergeben und vermitteln können. Wir können beschreiben, wie wir uns fühlen, was wir für die Zukunft planen oder aber auch scheinbar profane Dinge wie das Rezept von Großmutters Hühnersuppe.
Doch manchmal sind gerade die Dinge, die wir nicht aussprechen bzw. nicht aussprechen können, noch offensichtlicher. Das kann ein strahlendes Lächeln sein, das wir einem Menschen schenken, um ihm zu zeigen, dass wir ihm wohlgesonnen sind. Das kann ein breites Lachen sein, mit dem wir unsere Freude ausdrücken. Das kann ein Stirnrunzeln sein, ein Augenbrauen-Hochziehen, ein aggressives Zähneblecken und noch vieles mehr.
Wir verstehen diese Zeichen, weil wir gelernt haben sie zu deuten. Das ist Teil unserer sozialen Entwicklung und Sozialisierung. In unterschiedlichen Kulturen ist diese anders und das kann unter Umständen in zwischenmenschlichem interkulturellem Kontakt Konfliktpotential erschaffen.
Und doch stellt Kommunikation „den Kitt dar, der tierische Gesellschaften zusammenhält […]“ (2).

Bei der Kommunikation spielen gerade die Zähne eine entscheidende Rolle.
Sie sind essentiell für die richtige Artikulation. Sie sind aber ebenso wichtig für die visuelle Komponente der Verständigung. Zeigen wir Zähne in einer aggressiven Art und Weise oder doch eher in einer sanften, zugeneigten? Ist der letzte gesagte Satz ernst gemeint gewesen oder sollte es doch nur ein satirischer Scherz sein?
All das vermitteln wir, wenn wir mit den Zähnen blecken oder sie in einem Lächeln zeigen.
Außerdem sind es die Zähne, die die Substanz im Oberkiefer erhalten und so die Wangen stützen. Auch dadurch wird die nonverbale Kommunikation unterstützt und ermöglicht. Fallen die Wangen ein oder sind die Zähne nicht mehr vorhanden, kann ein Lächeln schnell missverstanden werden und unter Umständen weder attraktiv wirken noch das ausdrücken, was es eigentlich ausdrücken soll.

Für eine verständliche Artikulation ist zudem wichtig, dass Prothesen – falls welche getragen werden – gut sitzen und sich nicht im Mund hin und her bewegen können. Das erschwert die Kommunikation und lässt die Betroffenen in manchen Fällen sogar weniger an sozialen Situationen teilnehmen, weil ihnen peinlich ist, dass sich ihr Zahnersatz bewegt. Zeitgleich kommen Ängste dazu, dass er vielleicht ganz herausfällt, wenn man lacht – eine weitere Form der Kommunikation, die damit eingeschränkt ist.

Am besten ist es daher immer hochwertigen Zahnersatz zu wählen, der Sie in keinem ihrer Lebensbereiche einschränkt – nicht in der nonverbalen Kommunikation, nicht beim Essen oder beim Sprechen.
Wünschen Sie eine ausführliche Beratung, wenden Sie sich an unser Service-Center unter der Nummer 0800 800 5203 (kostenfrei aus Deutschland), 0800 800 520 (kostenfrei aus der Schweiz) oder unter der internationalen Nummer 0049 241 91 40 01 60.

Literaturverzeichnis:

1) Wedekind, Claus; Seebeck, Thomas; Bettens, Florence; Paepke, Alexander J. (1995): „MHC-Dependent Mate Preferences in Humans“. In: Proc Biol Sci. 1995 Jun 22;260(1359):245-9.

2) Kappeler, Peter (2006): „Verhaltensbiologie“. Springer-Verlag Berlin.

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