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Coronavirus: 5 Tipps um den Alltag trotz Kontaktverbot meistern

2. April 2020

Das Coronavirus ist aktuell im Leben jedes einzelnen Menschen allgegenwärtig. Viele arbeiten im Home-Office, Kontakte zu Freunden und Familie sind nur noch per Video-Anruf möglich und nebenbei soll man auch noch den Überblick im niemals endenden Nachrichtenstrom behalten und nicht in Panik geraten.

Die Krise verlangt jedem Einzelnen von uns einiges ab: Soziale Isolation, berufliche und damit auch wirtschaftliche Unsicherheit sind belastend und können einen massiven Einfluss auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden haben.

Unser Leben hat sich durch die Corona-Krise merklich verändert. Wie also sollen wir damit umgehen, damit wir diese Situation schadlos überstehen und uns die eigenen vier Wände nicht erdrücken?

Hier sind ein paar nützliche Tipps, um die Krise zu meistern.

Tagesstruktur im Home-Office

Statt morgens um 7 erst um 9 Uhr aus dem Bett zu steigen und sich direkt in Jogginghose auf die Couch zu werfen, sollte man sich eine Struktur für den neuen Alltag schaffen. Richten Sie den Schreibtisch als Arbeitsplatz ein, an den Sie sich zu gewohnter Zeit begeben. Da der Weg zur Arbeit für viele weg fällt, könnten Sie die Zeit für ein ausgewogenes Frühstück nutzen – das gibt Kraft für den Tag.

Außerdem sollte man die Jogginghose sowieso lieber im Schrank lassen und sich stattdessen so Kleiden, wie man es von der Arbeit gewohnt sind. So kommen Sie mental leichter in den Arbeitsmodus. Falls Sie den Kontakt zu den Arbeitskollegen vermissen, entwickeln Sie auch hier Routinen. Verabreden Sie sich zum Beispiel täglich zu einer digitalen Mittagspause.

Worauf Sie ebenfalls achten sollten sind ausreichende Schlafenszeiten. Schaffen Sie sich eine strukturierte Abendroutine und verzichten Sie auf elektrische Geräte im Schlafzimmer. Ein ruhiger und ausreichender Schlaf kann das Gemüt äußerst positiv beeinflussen.

 

Ernährung

Versuchen Sie sich so ausgewogen wie möglich zu ernähren. Es geht schneller als man denkt und schon liegt man immer wieder auf der Couch und gönnt sich den xten Pausensnack des Tages. Schnurstracks sind die Stunden im Sportverein oder Fitnessstudio, in das Sie ja gerade auch nicht mehr gehen können, umsonst gewesen und mit den Kilos wächst auch der Frust.

Versuchen Sie stattdessen auch über das Essen dem Tag eine Struktur zu geben. Essen Sie morgens zum Beispiel ein gesundes Müsli, kochen Sie mittags gemeinsam mit der Familie und nehmen Sie abends noch etwas Leichtes zu sich. Klar, darf zwischendurch auch mal genascht oder ein Glas Wein getrunken werden – der Genuss soll ja schließlich nicht zu kurz kommen.

Auch wichtig: Das Trinken nicht vergessen – idealerweise Wasser. Bei hohem seelischen Stress verlangt unser Körper nämlich mehr Flüssigkeit.

 

Bewegung

… ist insbesondere für die psychische Gesundheit extrem wichtig. Hier empfiehlt die Psychotherapeutische Vereinigung Atem- und Dehnübungen, weil Angst vor allem eine körperliche Reaktion sei. Dem Körper wird durch Sport signalisiert, dass alles in Ordnung ist. Den Sportverein oder das Fitnessstudio kann man stattdessen durch Joggen an der frischen Luft im Park oder ein Home-Workout ersetzen. Dazu gibt es auch mittlerweile zahlreiche Angebote auf Youtube.

Hier dazu drei Beispiele:

 

Soziale Kontakte

In Situationen, die von Angst geprägt sind, suchen wir automatisch die Nähe von Freunden und Familie, was in Zeiten schwierig ist, in denen gleichzeitig soziale Kontakte vermieden werden sollen. Insbesondere für ältere Menschen, die in dieser Situation nicht für ihre Kinder und Enkelkinder da sein können, ist diese Situation schwer. Nutzen Sie daher insbesondere die technischen Möglichkeiten und treffen sich mit Freunden und Familie in Videochats zum gemeinsamen Austausch oder sogar zum gemeinsamen Spielabend. Großeltern könnten ihren Enkelkindern eine Gute-Nacht-Geschichte per Skype vorlesen, so der Rat von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Legen Sie hierzu feste Termine fest, auf die sie sich gemeinsam freuen können.

Was ebenfalls hilft: „Lächeln Sie den Menschen, denen Sie begegnen, aus der Distanz zu. Lächeln aktiviert Hirnareale, die für Ihr Wohlbefinden sorgen und vermittelt ein Gefühl von Solidarität“, erklärt die Psychologin Julia Leithäuser von der Pychotherapeutischen Vereinigung.

 

Freizeitaktivitäten

… wie Kino, Konzerte oder der Besuch der Stammkneipe sind aktuell nicht möglich. Trotzdem sollten Sie versuchen Ihre Freizeit als Chance wahrzunehmen und zum Beispiel ein neues Hobby beginnen, oder die eingestaubte Gitarre aus dem Keller holen. Besonders empfehlenswert sind komplexe Tätigkeiten, die das Gehirn fordern (z.B. Puzzle, Sprachen lernen oder Sudoku). So bleibt keine Zeit, um sich allzu viele Sorgen zu machen.

Den Konsum der Flut an Corona-Nachrichten sollten Sie versuchen auf zweimal täglich zu reduzieren. Andernfalls werden Körper und Seele dauerhaft in Alarmbereitschaft versetzt. Nutzen Sie die Zeit alternativ lieber für Aufgaben, die in den letzten Wochen vielleicht liegen geblieben sind. Misten Sie den Kleiderschrank aus oder machen Sie den Garten oder den Balkon frühlingsfit.

Was ebenfalls hilft: Putzen. Klingt komisch, aber wenn im Großen alles außer Kontrolle zu sein scheint, in der eigenen kleinen Welt – also dem Zuhause – aber alles geordnet ist, hilft das der seelischen Stabilität. Außerdem liebt es unser Gehirn, etwas geschafft zu haben.

 

Wir hoffen, unsere Tipps helfen Ihnen besser durch den (Corona-)Alltag und geben Ihnen Kraft. Geben Sie auf sich und Ihre Mitmenschen acht und bleiben Sie gesund – auch mental.

 

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