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Digitale Implantatplanung dank Volumentomographie

5. August 2011

Dreidimensionales Modell und computergestützte Implantatplanung

Herkömmlicherweise werden Aufnahmen mithilfe des Röntgengeräts gemacht, um die Notwendigkeit einer Implantation zu erkennen und ihre Durchführung zu planen. Das Problem dabei ist allerdings, dass die gewonnenen Bilder meist nicht präzise genug. Weitaus erfolgreicher wird heutzutage der digitale Volumentomograph angewandt. Mit seiner Hilfe kann ein digitales dreidimensionales Modell des Kiefers angefertigt werden.
“Beim herkömmlichen Röntgen hat man nur zweidimensionale Aufnahmen, die bei weitem unpräziser sind als die dreidimensionalen Aufnahmen, die mithilfe der neuen Technologie hergestellt werden können,” erklärt Dr. Regina Schindjalova, Leiterin der Dentaprime-Zahnklinik. Sie und ihr Team arbeiten schon seit der Eröffnung der Zahnklinik im Jahr 2006 mit einem Volumentomographen und spezieller Software, um eine genaue Planung der Implantation durchzuführen. “Wir können den Eingriff bis ins Detail simulieren. Länge, Winkel und Positionierung der Bohrung und des späteren Implantats müssen präzise geplant sein, was uns durch die Genauigkeit der dreidimensionalen Aufnahmen ermöglicht wird,” sagt Dr. Schindjalova weiter. Ist der Knochen des Patienten beispielsweise zu dünn, um das Implantat vertikal einzusetzen, aber noch dick genug, um einen Knochenaufbau vermeiden zu können, kann die Implantologin simulieren, in welcher Positionierung ein Implantat perfekt sitzen würde. Und das dann während des Eingriffes umsetzen. “So können wir dem Patienten den zeitaufwändigen Knochenaufbau ersparen und trotzdem ein gut sitzendes Implantat garantieren,” sagt Dr. Schindjalova.
Auch andere potentielle Probleme können vor der Implantation ermittelt und vermieden werden. Kritische Strukturen wie Gesichts- und Kiefernerven sieht der Implantologe bereits in der Planungsphase und kann sie schon im Voraus als Risikofaktoren ausschließen.
Das digitale 3D-Modell des Kiefers kann aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden und der Implantologe kann sozusagen durch die unterschiedlichen Schichten der Aufnahme lückenlos hindurchfahren.
Die Anfälligkeit des Volumentomographen für falsche oder fehlerhafte Ergebnisse bei erfassten metallischen Strukturen – wie bereits vorhandenen Implantaten – ist ebenfalls weitaus geringer als sie es bei der herkömmlichen Methode war.
Insgesamt ist mit der digitalen Volumentomographie eine größere Planungssicherheit gegeben – sowohl im finanziellen als auch im medizinischen Rahmen. Durch die computergestützte Implantatplanung können Risiken ausgeschlossen werden, die den Eingriff verlängern oder komplizieren und somit die Kosten unnötig erhöhen würden. Zudem kann der Implantologe den Schnitt meist kleiner machen, da er den Eingriff präzise geplant hat. Mit der computergestützen Implantatplanung können selbst schwierige Fälle mit höchster Präszision vorbereitet werden, um ein perfektes Ergebnis zu erhalten.

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