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Forschung = Fortschritt?

6. November 2015

Unzählige Einrichtungen und Institute beschäftigen sich mit der medizinischen Forschung: woraus sind Zähne entstanden? Welche Gene beeinflussen unser Zahnwachstum oder sogar das Vorliegen von Zahnschmelzerkrankungen? Welche Faktoren beeinflussen die Qualität und Dichte des Kieferknochens? Welche Beschichtung unterstützt die Einheilung von Implantaten? Wie lang ist lang genug beim Zähneputzen? Mit welcher Zahnbürste putzt es sich am besten?
Aber die eigentliche Frage ist: Was bringt uns die Forschung?

Abstrakte und praktische Forschung

Forschung ist wichtig. Sei es um zu verstehen oder zu verbessern.
Verschiedene Forschungszweige beschäftigen sich mit unterschiedlichen Fragen. Nehmen wir beispielsweise die Literatursammlungen: hierin wird zusammengefasst, was andere Forscher in ihren Studien oder beschriebenen Fallbeispielen herausgefunden haben.
Die Ergebnisse aus solchen Sammlungen können sehr aufschlussreich sein. Beispielsweise, wenn darin Erkenntnisse darüber gezogen werden, wie erfolgreich und sicher ein gewisses Verfahren im medizinischen bzw. zahnmedizinischen Bereich ist. Das Vorgehen hierbei ist folgendes: der Verfasser der Literatursammlung sucht bisher veröffentlichte Fachbeiträge nach vorher ausgewählten Kriterien heraus. Dann fasst er die Ergebnisse dieser Studien zusammen und gibt damit einen Überblick über den gesamten Bereich.
Beispiel:
Ein Wissenschaftler setzt sich vor Beginn Kriterien zur Auswahl. Im Falle einer implantologisch orientierten Arbeit können das Anzahl der Implantate, Anzahl der Personen, Zeitraum der Versorgung und Kontrolle sein. Er sucht sich in einem bestimmten Zeitraum (bspw. 5 Jahre) die übereinstimmenden Studien heraus und beginnt deren Ergebnisse zusammenzufassen.

Forschung im Labor Bildnachweis: fotolia.de © Hoda Bogdan, 80673392

Forschung im Labor
Bildnachweis: fotolia.de © Hoda Bogdan, 80673392

Dann wiederum gibt es die Studien, die sich in der Praxis mit dem Patienten beschäftigen. Es gibt Ein- und Ausschlusskriterien für die Beteiligung an der Studie und ebenfalls ein Studiendesign. Die getesteten Patienten werden über einen vorher festgelegten Zeitraum kontrolliert und die Ergebnisse dann festgehalten.
Beispiel:
Ein Implantologe möchte Aussagen über die Langzeithaltbarkeit von Implantaten machen. Er inkludiert seine eigenen Patienten und nimmt deren Aufzeichnungen (nach Absprache und Einverständnis) anonymisiert als Grundlage seiner Forschung.
Beispielsweise kann er dann Erkenntnisse daraus ziehen, wie die Knochendichte das Implantieren beeinflusst oder wie hoch die Erfolgequote einer Implantation im Allgemeinen ist.

Es gibt aber auch die Forschung, die sich nicht ausschließlich mit der Praxis beschäftigt. Es werden Theorien geprüft und aufgestellt, die beim Verständnis der gesundheitlichen Vorgänge helfen können. Oder aber bei der Entwicklung neuer Technologien helfen, die die Medizin und Zahnmedizin noch sicherer gestalten können.

Forschung ist also wichtig: als Reflexionsgrundlage über bereits bestehende Verfahren genauso wie als Basis für zukünftige Technologien.

Bewährte Verfahren mit Neuerungen

Das soll jedoch nicht heißen, dass jede Forschung auch unverzüglich Eingang in die Praxis erhalten sollte. Sind Tests beispielsweise bisher nur mit den eigentlichen Materialien gemacht worden, aber es wurde nie überprüft, ob sich diese letztendlich auch mit dem menschlichen Körper vertragen, dann ist ein Einsatz vollkommen ausgeschlossen.

Eine Therapie bzw. ein medizinisches Verfahren sollte im großen Maße erst dann Anwendung finden, wenn es sich bewährt hat. In der Dentaprime-Zahnklinik unterstützen wir die Forschung (Dentaprime-Forschungspreis) und sind neuen Techniken gegenüber immer sehr aufgeschlossen. Allerdings kommen sie bei uns erst dann zum Einsatz, wenn wir uns sicher sind, dass Sie als Patient damit sicher sein können.

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