Allgemein

Nicht ausreichender Kiefer und schlechte Mundhygiene

12. Oktober 2011

Die Situation im Mund eines Patienten muss genau untersucht werden, bevor bei ihm eine Implantation durchgeführt wird. Ist beispielsweise der Kiefer nicht hoch oder breit genug oder ist die Mundhygiene in einem schlechten Zustand, ist die Implantation gefährdet.

Nicht ausreichender Kiefer:
Für das Setzen eines Implantates ist eine bestimmte Höhe und Breite des Kiefers unerlässlich, um eine Primärstabilität zu erreichen. Ist der Knochen nicht hoch genug, würde das Implantat aus dem Kiefer herausragen und weder einwachsen noch von großem Nutzen sein. Ist der Knochen nicht breit genug, könnte das Implantat keinen richtigen Halt zu den Seiten hin erhalten und im schlimmsten Falle sogar für Knochenschäden sorgen.
“Durch die moderne Technologie, die wir verwenden, können wir genau einschätzen, wie hoch und wie breit der Kieferknochen ist”, sagt Dr. Schindjalova. “Fehlt es an Substanz, führen wir einen Knochenaufbau durch, bevor wir implantieren.”
Für den Knochenaufbau werden Knochenersatzmaterialien genutzt oder körpereigenes Gewebe, das bei anderen Eingriffen angefallen ist oder in einem zusätzlichen Eingriff entnommen wird.

Schlechte Mundhygiene:
Schlechte Mundhygiene kann gleich eine doppelte Gefährdung darstellen.
“Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass sich die Mundhygiene des Patienten nicht augenblicklich verbessern wird. Selbst, wenn die erforderlichen Maßnahmen von einer Prophylaxeassistentin durchgeführt werden”, sagt Dr. Schindjalova. “Wichtig ist, dass der Patient selber für eine exzellente Mundhygiene sorgen und sie beibehalten kann. Erst dann kann auch ein Implantat erfolgreich eingesetzt werden.”
Damit er die richtige Pflege seiner Zähne erlernt, sollte er über die Folgen schlechter Mundhygiene aufgeklärt und in die Techniken der Zahnreinigung eingeführt werden. Erst nach regelmäßigen, positiven Erfolgskontrollen steht einer Implantation nichts mehr im Weg.

Unzureichende Versorgung:
Auf jeden Fall sollte vor der Implantation auch das restliche Gebiss behandelt werden. Sind beispielsweise insuffiziente Kronen vorhanden oder Füllungen defekt, sollten sie erst wieder in einen tadellosen Zustand gebracht werden.

Lesen Sie morgen mehr zu zwei allgemeinmedizinischen Risikofaktoren: Schwangerschaft und Stoffwechselerkrankungen!

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Kommentare

  • Cornelia N
    Posted at 16:56 18. Oktober 2011
    Cornelia N
    Antworten Author

    Hallo,
    ich trage mich schon lange mit dem Gedanken, zunächst im Unterkiefer Implantate setzen zu lassen.Ich hatte auch schon Kontakt zu Ihnen aufgenommen. Einer Beratung durch einen hiesigen Kieferchirurgen zufoge habe ich für eine festsitzende Prothese zu wenig Kieferknochen. Man könnte eine herausnehmbare Versorgung durchführen, mit 4 Implantaten im Vorderkiefer. Da ich das gewohnt bin, neige ich zu dieser Variante, bin mir aber nicht sicher.
    Auf Grund jahrelanger Cortison-Einnahme, haben sich bei mir die Zähne entkalkt und mußten nach und nach gezogen werden. Ich trug viele Jahre eine sehr gute Teleskop-Prothese, bis auch nach und nach die Teleskop tragenden Zähne gezogen werden mußten. Nun ist der Kiefer zahnlos (bis auf ein Teleskop unten links).
    Wie könnte man nun einen Knochenaufbau machen, wie lange dauert das Einwachsen und wie oft müsste ich in die Zahnklinik kommen? Oder würden Sie mir der Einfachheit halber auch zu einer herausnehmbaren Prothese raten?
    Ich bin sehr dankbar für eine Rückmeldung!
    Herzliche Grüße
    Cornelia N, 56 Jahre

    • dentalcontent
      Posted at 16:22 26. Oktober 2011
      dentalcontent
      Antworten Author

      Liebe Frau Noetzel,
      ob Sie herausnehmbaren oder festsitzenden Zahnersatz bevorzugen, bleibt Ihnen überlassen. Beide Varianten haben Ihre Vorteile. Beispielsweise ist der Komfort einer festsitzenden Lösung nicht zu unterschätzen.
      Wenn, wie Sie schreiben, ein Knochenaufbau durchgeführt werden muss, besuchen Sie die Dentaprime-Zahnklinik drei Mal. Beim ersten Besuch wird Ihnen das Knochenaufbaumaterial inseriert. Nach etwa sechs Monaten kommen Sie ein zweites Mal. Dann ist der Knochen fest genug, um die Implantate zu setzen. Weitere sechs Monate später kommen Sie dann noch einmal zu uns, um den endgültigen Zahnersatz auf Ihren Implantaten befestigt zu bekommen.
      Beachten Sie aber bitte, dass ich aus der Ferne keine präzisen Angaben machen kann ohne Ihre gesundheitliche Situation genau zu kennen. Bitte kontaktieren Sie für eine individuelle Beratung unser Servicebüro unter der Telefonnummer: 0800 800 5201.
      Mit freundlichen Grüßen,
      i.A. Markus Fischer,
      Dentaprime-Zahnklinik