Allgemein

Rekonstruktion im Frontzahnbereich

22. November 2011
Zahnarztangst ist in Deutschland weit verbreitet. Doch wer auf den Besuch bei seinem Zahnarzt verzichtet, muss gegebenenfalls mit schwerwiegenden Folgen rechnen. Denn: Werden Zähne über längere Zeit nicht regelmäßig kontrolliert und – wenn nötig – auch behandelt, fallen meist größere Eingriffe an, die für den Patienten gerade wegen seiner Zahnarztangst unangenehm sein können.

Wie auch im vorliegenden Fall: ein Mann mittleren Alters war seit über zehn Jahren nicht mehr bei einem Zahnarzt. Erst als sich seine Frontzähne lockern entscheidet er sich trotz seiner Angst wieder zahnmedizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Und das vor allem aus beruflichen Gründen: er ist in einem Beruf tätig, in dem Kommunikation mit dem Kunden sehr wichtig ist. Durch die gelockerten Frontzähne fühlte er sich aber nicht mehr selbstsicher und selbstbewusst genug, um seinem Beruf so engagiert wie bisher nachzugehen.

“Wichtig in einem solchen Fall ist, dass der behandelnde Zahnarzt oder auch Implantologe mit dem nötigen Fingerspitzengefühl an die Situation herangeht”, sagt Dr. Regina Schindjalova, Leiterin der Dentaprime-Zahnklinik. “Die Angst vor dem Zahnarzt ist nicht ausgeschaltet. Die Notwendigkeit zu Handeln bringt den Patienten in die Praxis. Er benötigt trotzdem eine spezielle, behutsame Behandlung.”

Nach einer ersten Untersuchung des Patienten wurden die oberen und unteren Frontzähne aufgrund ihrer Lockerung und der teilweisen Zerstörung als nicht-erhaltungswürdig eingestuft. Bereits seit einiger Zeit war er an Parodontitis erkrankt, die sich ohne Behandlung ausbreitete und für die schrittweise Zerstörung des Zahnhalteapparates sorgte. Um ein Höchstmaß an Komfort und Selbstsicherheit zurückzugewinnen, entschied sich der Patient für festsitzenden, implantatgetragenen Zahnersatz.

Die ersten Schritte der Behandlung bestanden aus der Erstellung digitaler Aufnahmen und Abdrücken, die über ein Wax-Up ebenfalls digitalisiert wurden. Nur mithilfe der digitalisierten Daten kann eine virtuelle Implantatplanung durchgeführt werden, die eine präzise und sichere Implantation gewährleistet. “Der optimale Sitz der Implantate kann durch diese Technologie bestimmt werden”, sagt Dr. Schindjalova. “Mit ihrer Hilfe können wir ermitteln, ob der Kieferknochen in ausreichender Menge vorhanden ist und können sowohl die Abstände zwischen den Implantaten als auch zu den Nachbarzähnen exakt planen.”
Die virtuelle Implantatplanung erlaubt ebenso das Anfertigen einer Bohrschablone, mit der sich die ideale Position der Implantate aus der digitalen Planung auf den Kiefer des Patienten übertragen lässt.

Nach ihrer Einheilphase konnten die Implantate mit endgültigen Aufsätzen (Abutments) versehen werden, die für die Befestigung des Zahnersatzes benötigt werden. Dem Patienten wurden, abweichend von der herkömmlichen Versorgung aus Titan, Zirkonoxid-Abutments eingesetzt. “Diese Vorgehensweise hat den großen Vorteil, dass kein graues Material durch das Weichgewebe oberhalb der Zähne schimmern kann”, sagt Dr. Schindjalova. “Besonders im Frontzahnbereich ist das sehr wichtig, um eine optimale Ästhetik für den Patienten gewährleisten zu können.” Zirkonoxid ist eine Bio-Keramik, die neben ihren optischen auch funktionelle Vorzüge zu bieten hat. Zirkonoxid ist langzeitbeständig, bruchfest und ruft keine Allergien hervor.

Der sichtbare Zahnersatz wurde ebenfalls aus Keramik hergestellt. Und zwar mit dem sogenannten CAD/CAM-Verfahren. Am Computer kann der Ersatz so geplant werden, dass er sich perfekt in die noch erhaltene Zahnreihe eingliedert. Das Grundgerüst wird aus einem Keramikblock herausgefräst und durch einen Zahntechniker manuell weiterbearbeitet. Er nimmt eine optimale Farbanpassung vor und bearbeitet den künstlichen Zahn oder die künstliche Zahnreihe so, dass sie sich nicht mehr von natürlich schönen Zähnen unterscheiden lassen.

Nach Ende der Behandlung konnte der Patient seinen Kunden wieder mit einem strahlenden Lächeln und einer neuen Portion Selbstbewusstsein begegnen.

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Kommentare

  • Erika
    Posted at 10:23 6. Dezember 2011
    Erika
    Antworten Author

    Ich finde so eine Zahnklinik ganz toll, würde sie auch gerne in Anspruch nehmen, aber ich könnte frühestens erst im Herbst 2012. Zum anderen ist es ja auch eine Geldfrage. Ich selbst habe nur eine kleine Rente, habe aber seit 4 Jahren eine Zahnversicherung bei der ERGO-Direkt. Ich arbeite jeden Sommer in einer Fahrschule als Aushilfe. Was ich dort verdiene könnte ich zusätzlich für meine Zähne verwenden. Bei mir wird es sicherlich so sein, dass ich alles gemacht haben muss, d.h. Ich bin auch ein ängstlicher Typ und wäre froh, wenn alles hintereinander abgearbeitet werden würde. Im Vordergrund aber immer die Preisfrage. Wo finde ich denn hier einen Zahnarzt, der mit Ihrer Klinik zusammen arbeitet?
    Herzliche Grüsse, Erika

    • dentalcontent
      Posted at 15:52 8. Dezember 2011
      dentalcontent
      Antworten Author

      Liebe Erika,
      um Ihnen einen individuellen Behandlungsplan erstellen und so auch auf die Kosten eingehen zu können, benötigen wir ausführlichere Informationen.
      Ob und in welcher Höhe Ihre Zahnzusatzversicherung die Behandlung (anteilig oder komplett) übernehmen wird, hängt von den jeweiligen Geschäftsbedingungen und der Behandlung ab, für die Sie sich entscheiden.
      Für ein individuelles Beratungsgespräch wird sich unser Service-Team per E-Mail bei Ihnen melden.
      Mit freundlichen Grüßen,
      i.A. Markus Fischer,
      Dentaprime-Zahnklinik

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