Allgemein

Was die Krankenkasse bezahlt und was nicht

17. Mai 2016

Angebote und Preise für eine Versorgung mit Zahnersatz sind für den Laien häufig schwer zu durchschauen. Zwischen all den Privatleistungen und Regelversorgungen, Festzuschüssen und Hebelsätzen, ist für den Patienten doch in erster Linie folgende Frage wichtig:

Welchen Betrag muss ich unterm Strich aus eigener Tasche bezahlen?

Von genauso großem Interesse allerdings ist auch: Bekomme ich für dieses Geld auch den optimalen Zahnersatz? Schließlich geht es darum eine dauerhafte Versorgung zu bekommen, mit der Sie vernünftig beißen, kauen und sprechen können. Und die zudem nicht schon auf den ersten Blick als künstlicher Zahnersatz erkennbar ist. Idealerweise auch nicht auf den zweiten oder dritten Blick…

Unsere Patienten fliegen aus dem deutschsprachigen Raum nach Varna in Bulgarien, weil sie einen optimalen Zahnersatz wünschen. Kein Flickwerk und kein Provisorium, das nur wenige Jahre hält – wenn überhaupt. Denn oftmals sieht eine Behandlung im Heimatland eben genau so aus… Es werden Prothesen gefertigt, die oft schon nach einigen Monaten ausgebessert oder immer wieder aufs Neue unterfüttert werden müssen. Oder die nach einigen Jahren komplett erneuert werden müssen. Nicht etwa, weil Zahnarzt und Zahntechniker es nicht besser könnten – sondern weil eine für den Patienten optimale Lösung einfach nicht zu finanzieren wäre.

Die beste Lösung besteht oft in metallfreien, vollkeramischen Kronen und Brücken auf künstlichen Zahnwurzeln, den so genannten Implantaten. Diese werden in den Kieferknochen eingesetzt, so dass sie dem Zahnersatz eine feste Basis bieten. Hat sich durch langjährige Zahnlosigkeit der Knochen im betroffenen Gebiet zurückgebildet, muss der Kieferchirurg zunächst einen Aufbau durchführen, bevor die Implantate gesetzt werden können.

Der Zahnersatz kann auf den Implantaten fest verschraubt oder herausnehmbar gearbeitet sein: wobei die festsitzende Variante dem natürlichen Gebiss am nächsten kommt, aber auch so akkurat zu reinigen ist wie die echten Zähne. Ein herausnehmbarer Zahnersatz ist zwar einfacher zu reinigen, jedoch auch reparaturanfälliger.

Wie setzt sich aber nun ein Angebot für eine solche Versorgung zusammen?

An welchen Punkten können Sie bares Geld sparen? Egal, ob nun herausnehmbar oder fest? Bei welchen Aspekten sollten Sie darauf achten nicht übervorteilt zu werden? In unserem Beratungsalltag zur Erstellung eines Vergleichsangebotes bekommen wir oftmals Unterlagen bestehend aus über 20 Seiten zugeschickt – für einen Laien unmöglich zu durchschauen!

Den Knochenaufbau und die Implantation führen ein Kieferchirurg oder ein spezialisierter, implantologisch tätiger Fachzahnarzt durch. Deren Kosten sind immer Privatleistungen und werden von den gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland (GKV) nicht übernommen. Sie bezahlen den Gesamtbetrag selbst. Bei einer privaten Krankenversicherung bzw. einer Zahnzusatzversicherung erhalten Sie eine Erstattung entsprechend der Bedingungen der Police. Sowohl vom Implantologen in Deutschland als auch von der Dentaprime-Zahnklinik in Bulgarien erhalten Sie ein Angebot und eine Rechnung zu diesen Leistungen.

Eventuell werden vor der OP die nicht erhaltungswürdigen Zähne extrahiert (gezogen). Diese Kosten sowie weitere konservierend-chirurgische Leistungen wie Wurzelkanalbehandlungen oder eine Parodontitisbehandlung kann der Zahnarzt vollständig oder teilweise direkt mit der GKV abrechnen. Als gesetzlich Versicherter erhalten Sie darüber weder Angebot noch Rechnung. Wenn Sie diese Behandlung bei uns in der Dentaprime-Zahnklinik durchführen lassen, führen wir diese Kosten auf dem Angebot auf und stellen Sie Ihnen in Rechnung. Wieder zuhause reichen Sie die Rechnung bei der GKV ein und erhalten die Kosten erstattet.

Selbstverständlich erhalten Sie nach der Zahnextraktion, dem Knochenaufbau und der Implantation immer einen temporären Zahnersatz. Sie bleiben während der  Wochen und Monate zwischen den Behandlungsphasen nicht zahnlos.

Wenn Sie Angebote für Knochenaufbau und Implantation vergleichen, geben Sie bitte auf folgende Punkte Acht:

  • Beinhaltet das Angebot die digitale Volumentomographie und computergestützte Implantatplanung? Darauf sollten Sie auf keinen Fall verzichten.
  • Beinhaltet das Angebot die Kosten für die Freilegung und die Versorgung mit den Abutments nach erfolgter Einheilung der Implantate? (Diese verbinden das Implantat mit dem Zahnersatz und schlagen mit zusätzlichen 20% zu Buche. Oft sind sie im Angebot für die Implantat-OP nicht erhalten, da sie erst nach der Einheilung der Implantate erforderlich sind. Auch fehlen sie oft bei Lockangeboten für Implantate.)

Die nicht erhaltungswürdigen Zähne sind nun extrahiert, der Knochen ist aufgebaut und die Implantate sind gesetzt. Nach weiteren drei bis neun Monaten erfolgt die Versorgung mit dem endgültigen Zahnersatz. Hier gibt es sehr große Unterschiede bei Preis und Qualität.

In der Regel setzen sich die Angebote für die Versorgung mit dem Zahnersatz folgendermaßen zusammen:

50% Zahnarzthonorar
50% Zahntechnik

Hier eröffnet sich auch direkt ein hohes Sparpotential für Sie: Zahlreiche Zahnärzte arbeiten mit Zahntechniklaboren in Fernost zu entsprechend günstigen Preisen zusammen. Vielleicht haben Sie bereits ein solches Angebot vorliegen. Dies ist sicher eine ökonomische Lösung, hat jedoch einen ganz entscheidenden Nachteil: Der Zahntechniker in Fernost kennt Sie nur von einem Gebissabdruck.

Um jedoch einen wirklich optimalen Zahnersatz fertigen zu können, der Ihnen sowohl in Form und Farbe entspricht, sollte er Sie persönlich gesehen und gesprochen haben. Auch sollte er einen kurzen Weg und direkten Draht zum behandelnden Zahnarzt haben. In der Dentaprime-Zahnklinik bieten wir Ihnen genau das, da wir über ein integriertes Zahntechnik-Labor mit deutschem Meister verfügen. Insbesondere bei komplexen Konstruktionen ist dies unverzichtbar!

Von der Krankenkasse erhalten Sie einen sogenannten befundabhängigen Festzuschuss. Das bedeutet: Für einen zu ersetzenden Zahn erhalten Sie einen festen Zuschuss (um die € 300), unabhängig von der Methode des Zahnersatzes. Ob Sie sich mit einer Brücke oder einer Krone auf einem Implantat versorgen lassen, ändert an der Höhe des Festzuschusses nicht. Dies gilt auch für das Material. Die Entscheidung darüber liegt letztendlich bei Ihnen. Der Festzuschuss bleibt Ihnen, lediglich die Höhe der Zuzahlung variiert je nach gewählter Versorgung.
Wenn Sie uns den Heil- und Kostenplan Ihres deutschen Zahnarztes zusenden, erstellen wir für die darin beschriebene Behandlung ein Alternativangebot. Beide Unterlagen zusammen können Sie bei der GKV bzw. der PKV für die Bewilligung des Festzuschusses einreichen. Dies muss vor Behandlungsbeginn geschehen.

Sofern Sie keinen deutschen Heil- und Kostenplan haben, können Sie uns auch gerne direkt aufsuchen. Wir führen eine digitale Volumentomographie und eine computergestützte Implantatplanung durch. Auf dieser Grundlage erstellen wir für Sie einen Heil- und Kostenplan über  eine optimale Zahnersatz-Versorgung. Dabei ist uns wichtig, dass Sie nach erfolgreicher Fertigstellung schöne, neue Zähne haben, mit denen Sie viele Jahre und Jahrzehnte zufrieden sein werden. Denn bei Dentaprime bekommen Sie kein Flickwerk!
Wie bereits oben geschildert, umfasst unser Angebot vor Ort auch alle Kosten, die in Deutschland vom Zahnarzt direkt mit der Kasse abgerechnet werden und für Sie als Patient daher auf seinem Angebot nicht ersichtlich sind. Selbstverständlich erstattet Ihnen die GKV diese Kosten, so wie Sie auch denselben Festzuschuss wie bei einer Behandlung in Deutschland erhalten. Manche Kassen ziehen jedoch 5% Gebühren ab.

Sie möchten jetzt direkt eine ungefähre Größenordnung wissen? Nutzen Sie für eine erste Kostenschätzung den Zahnrechner auf unserer Internetseiten – er ist einfach zu bedienen und rechnet für Sie direkt ein Ergebnis aus!

Vielleicht haben Sie Fragen oder wünschen ein konkretes Angebot von uns? Bitte zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Unsere zahnmedizinischen Fachangestellten sind in deutscher Sprache sehr gerne für Sie da!

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