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Zähne und Gene

11. August 2011

Ein bedeutender Faktor für die individuelle medizinische Prophylaxe hat sich in den vergangenen Jahren herauskristallisiert: die Genetik. Forschern aus den Bereichen der Medizin und Biologie ist es mit dem Humangenomprojekt gelungen alle Gene des menschlichen Körpers zu entschlüsseln. Seitdem untersuchen sie die Funktionen der Gene, um genau sagen zu können, was jedes einzelne kann. Damit geht einher, dass auch genetische Dispositionen – sprich: Veranlagungen – erkannt werden können.
Das Interesse daran genetische Risikofaktoren in den Genen aufzuschlüsseln und dadurch bessere, auf den Patienten abgestimmte Prophylaxe- und Behandlungspläne zu erstellen, wird immer größer.
Die genetische Forschung und Prognose hält auch Einzug in die Zahnmedizin, einige Faktoren wurden bereits erforscht:
Bekannt ist nun unter anderem, dass auch Risiken bestimmter Zahnerkrankungen zum Teil veranlagt sind. Wie beispielsweise bei der Parodontitis: Knapp 30 Prozent der Bevölkerung leiden unter einem – durch ihre Gene – erhöhten Risiko daran zu erkranken. “Genetische Dispositionen sollten allerdings nicht als Garant für den Ausbruch einer Krankheit gesehen werden,” meint Dr. Regina Schindjalova, Leiterin der Dentaprime-Zahnklinik. “Genetische Tests können nur Prognosen liefern, aber keine Diagnosen. Keinesfalls darf man den Fehler machen nur auf genetische Faktoren zu verweisen. Man muss immer den multifaktoriellen Zusammenhang sehen.” Umweltfaktoren beispielsweise können im Vorfeld die Wahrscheinlichkeit einer akuten Erkrankung verringern und das Risiko dafür kompensieren.
Um aber zu wissen, welche Prophylaxe und welche Umweltfaktoren zu beachten sind, ist die Ergründung der genetischen Vorbelastung sehr hilfreich. Bei Parodontitis-Anfälligkeit können einem Patienten erhöhte Mundhygiene und häufigere Kontrolluntersuchungen bei seinem Zahnarzt dabei helfen einen Ausbruch zu verlangsamen oder sogar zu verhindern.
Auch über die Prophylaxe- und Behandlungsvorteile hinaus ist Dr. Schindjalova an der Forschung zur Genetik interessiert. “Forschung ist für uns ein Thema von großer Bedeutung, denn wir können viel über eine Krankheit lernen, wenn wir ihre Entstehung besser verstehen können,” sagt die Leiterin der Dentaprime-Zahnklinik.  “Wir haben ein wissenschaftliches Gremium, das neueste Entwicklungen stets im Auge behält.” Das Forschung im zahnmedizinischen Bereich wichtig für sie ist, bewies die Dentaprime-Zahnklinik im Jahr 2008, als sie erstmalig einen mit 5.000 Euro dotierten Forschungspreis an einen jungen deutschen Wissenschaftler verlieh.

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Kommentare

  • Joachim Stefan
    Posted at 11:57 17. August 2011
    Joachim Stefan
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    Das mit der Genetik trifft 100% zu!
    Ich selbst habe damit zu tun!
    Meine Mutter hatte bereits mit 40 Jahren keine eigenen Zähne mehr.
    Mein Vater hingegen bis zu seinem Tod bis auf zwei…..noch alle eigenen Zähne!
    Nun scheint es so,als ob ich die schlechten Zähne,oder Kiefer wie auch immer von meiner Mutter geerbt!
    Trotz Parodentosebehandlung bekomme ich immer wieder wackelnde Zähne!
    Die Krankenkassen aber interessiert daß überhaupt nicht!!!!
    Mit freundlichen Grüßen
    Joachim Stefan

  • Manfred Brezina
    Posted at 14:42 17. August 2011
    Manfred Brezina
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    Die Genetik trifft auch auf mich zieml. zu! Nur bei mir ist es genau umgekehrt,als in dem vorher beschr. Fall! Meine Mutter hatte mit 80 Jahren noch Ihre eignen Zähne, mein Vater hat sie schon in jungen Jahren, während dem Krieg verloren. Wahrscheinl. habe ich die Neigung zu Karies und Parodontose von meinem Vater geerbt. Ich kämpfe mit allen Mitteln um meine eigenen Zähne mögl. lang gesund zu erhalten.
    Grüsse
    Manfred Brezina

  • Franziska Sauter
    Posted at 18:35 17. August 2011
    Franziska Sauter
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    Auch ich leide unter Paradontose, das hab ich von meiner Mutter geerbt. Sie hatte wärend der Schwangerschaft schon einen Zahn verloren. Bei mir ging es auch wärend der Schwangerschaft los. Mein Zahnarzt meinte wir müssen nach der Schwangerschaft eine Paratontosebehandlung machen, mein Kind war da und mein Zahnfleisch erholte sich, dachte ich und mein Zahnarzt.
    Leider war dem nicht so.
    Gruss Franziska Sauter

  • John F
    Posted at 15:45 18. August 2011
    John F
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    kein Kommentar in der aktuellen Sache.
    Möchte lieber wissen, ob Sie auch Vertragszahnärzte in Berlin haben, die Ihre Leistung zu den Bedingungen im Ausland anbieten. Brauche z.B. aktuell 1ein gutes ZahniImplantat.
    Evtl. können Sie auch ein Pauschalangebot machen?

    • dental
      Posted at 11:37 19. August 2011
      dental
      Antworten Author

      Lieber Herr Friebel,
      in Berlin arbeiten wir für die Vor- und Nachsorge mit Zahnärzten zusammen. Unsere günstigen Konditionen (€ 600 für ein Implantat) erhalten Sie bei einer Versorgung in der Dentaprime-Zahnklinik.
      Eine einwöchige Pauschalreise an den Goldstrand können sie bereits ab €300 buchen. Während der Urlaubswoche setzen wir Ihnen dann das Implantat für nur € 600. Bei weiteren Fragen rufen Sie uns einfach an: Telefon 0800 800 5201.
      Mit freundlichen Grüßen,
      i.A. Markus Fischer,
      Dentaprime-Zahnklinik

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