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Zahnersatz trotz Allergie möglich

24. Februar 2012

Modell zur Veranschaulichung einer Steg-Prothese

Den richtigen Zahnersatz zu finden ist bereits ohne zusätzliche gesundheitliche Probleme schwer genug – die passende Ästhetik, der richtige Anbieter und letztendlich auch das passende Material müssen gefunden werden. Vor allem aber der letzte Punkt verlangt im Besonderen Allergiepatienten große Anstrengungen ab. Denn: je nach Ausprägung ihrer Allergie können sie nicht jedes Material vertragen, das für Implantate und Zahnersatz zur Verfügung steht. In der Regel ist es empfehlenswert, dass ein Allgemeinmediziner einen konkreten Allergietest der angebotenen Materialien durchführt.

Material, das bio-kompatibel ist

Generell verwenden wir in der Zahnmedizin – gerade in der Implantologie – hoch bio-kompatible Materialien, die zumeist auch non-allergen sind. Titan beispielsweise. Seit Beginn der Nutzung des Biomaterials sind nur sehr wenige Allergiefälle bekannt geworden, die allerdings auch nicht hundertprozentig auf das Titan zurück zu führen sind. In der Dentaprime-Zahnklinik ist bisher keiner dieser Fälle vorgekommen.
“Wegen seiner hohen Biokompatibilität können wir Titan auch bei Allergiepatienten einsetzen”, sagt Peter Meier, Zahntechnikermeister der Dentaprime-Zahnklinik. “Trotzdem ist es in manchen Fällen von Vorteil einen Allergietest durchzuführen. Beispielsweise bei starken Allergikern.”

Ein Material, bei dem bisher keinerlei immunologische Abstoßungreaktionen (Allergien) bekannt sind und das deshalb noch verträglicher als Titan ist, ist die Hochleistungskeramik Zirkonoxid. Sie ist metallfrei und daher auch für jeden Allergiker geeignet. Selbst Implantate bestehen daraus, um jedem eine Implantatversorgung ermöglichen zu können.
“Wir beraten den Patienten vor seiner Behandlung eingehend, welche Materialien und welche Varianten des Zahnersatzes für ihn in Frage kommen”, erklärt Peter Meier. “Das schließt natürlich auch die Betrachtung seines allgemeinen Gesundheitszustandes – inklusive Allergien – ein.”

Auf Nummer sicher gehen

Auch wenn es für jeden Patienten eine Möglichkeit gibt sich Implantate setzen zu lassen: Wer vor dem Einsatz von Implantaten oder von Zahnersatz ganz sicher sein will, dass keine immunologischen Komplikationen auftreten, sollte sich vor der Behandlung von seinem Hausarzt ausführlich auf Allergien testen lassen. “Gerade kombinierte Allergie- und Angstpatienten nehmen das gerne wahr”, so Peter Meier. “Zu diesem Zweck bekommen sie von uns kleine Materialproben mit, die sie ihrem Hausarzt für den Test übergeben können.”

Auf diese Weise verschafft der Patient sich eine hohe Sicherheit, dass das angewandte Material keine Immunreaktion hervorruft. Da beide Materialien jedoch bereits seit langer Zeit in der Implantologie eingesetzt werden und sich bisher keine Probleme damit eingestellt haben, ist ein individueller Allergietest nur in sehr seltenen Fällen wirklich nötig und empfehlenswert.

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