Zahnimplantate

5 Mythen über Zahnimplantate

13. Juli 2012
Mythen ueber Implantate

Mythen über Implantate gibt es viele – doch was ist dran?

Wir untersuchen heute 5 Mythen für Sie, die sich hartnäckig halten. Was stimmt? Was ist falsch?

1. Allergische Reaktion auf Titan
Bisher ist noch kein wissenschaftlich belegter Allergie-Fall aufgetreten, der eindeutig von Titan ausgelöst worden ist. Das Metall ist nahezu inert. Das bedeutet, dass es keine Reaktion mit dem umgebenden Gewebe und anderen Werkstoffen eingehen kann. Vor allem ist es sehr korrosionsbeständig, was für den Einsatz im menschlichen Körper von enormem Vorteil ist. Schließlich besteht dieser zu mindestens 60 Prozent aus Wasser.
Obwohl also Unmengen an Forenbeiträgen sich immer wieder über das Allergierisiko beschweren: dies ist ein Mythos, der nicht stimmt. Treten Unverträglichkeiten auf, sind diese durch Verunreinigungen, Zusatzstoffe oder Legierungen bedingt, die bei einem qualitativ hochwertigen Implantat nicht vorkommen sollten.

2. Titan macht unfruchtbar
Wie schon erwähnt handelt es sich bei Titan um einen inerten Stoff, der unter normalen Umständen keinerlei Reaktionen im umgebenden Gewebe hervorruft. Daher hat das Metall auch keinen Einfluss auf die Fruchtbarkeit eines Implantatträgers. Die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft verringert sich weder auf Seiten der potentiellen Mutter, noch auf der des potentiellen Vaters.

3. Mit Implantaten kann man nicht mehr fliegen
Immer wieder kursiert auch das Gerücht, dass Metalldetektoren am Flughafen auf Titan anschlagen. Das stimmt nicht.
Die Funktionsweise von Metalldetektoren beruht auf elektrischen Strömen, die von einem Titanimplantat nicht ausgesandt werden. Selbst dann nicht, wenn sie dazu animiert werden (bspw. durch einen Metalldetektor).
Sollten Sie erleben, dass andere Techniken eingesetzt werden, die trotzdem anschlagen, haben Sie immer noch die Möglichkeit Ihre Implantatversorgung durch Ihren Implantatausweis nachzuweisen.

4. Mini-Implantate können immer eingesetzt werden
So schön diese Vorstellung auch sein mag, die Aussage ist schlichtweg falsch. Natürlich kann mit entsprechender Erfahrung und präziser Planung vieles ermöglicht werden – ob nun mit Mini-Implantaten oder den “Normalen”.
Ist ein geringes Knochenangebot vorhanden, kann häufig eine stabile Implantatbasis geschaffen werden, in dem Implantate anguliert eingesetzt werden. Ist aber ein zu geringes Knochenangebot vorhanden, kann weder mit normal-großen, noch mit Mini-Implantaten etwas erreicht werden und ein Knochenaufbau ist unvermeidlich.
Mini-Implantate sind zudem nur in seltenen Fällen empfehlenswert, da sie keine ausreichend stabile Basis für den aufzusetzenden Zahnersatz schaffen. In Verbindung mit normal-großen Implantaten oder in Sonderfällen können sie jedoch trotzdem eingesetzt werden.

5. Implantate brauchen weniger Pflege als natürliche Zähne
Ganz im Gegenteil. Implantate und implantatgetragener Zahnersatz benötigen genau dieselbe Pflege wie die natürlichen Zähne auch. Schädliche Bakterien und Essensreste sammeln sich weiterhin im Mundraum und können zu Entzündungen oder anderen Erkrankungen führen.
Es darf also auch nach Einsatz der “neuen Zähne” gebürstet und geflosst werden.

Haben Sie auch schon von Mythen über Implantate gehört? Wollen Sie wissen, ob Sie stimmen? Dann posten Sie Ihre Frage einfach in die Kommentare. Wir antworten Ihnen gerne.

Kommentare

  • Chrstoph Z.
    Posted at 10:27 5. September 2012
    Chrstoph Z.
    Antworten Author

    Vielen dank für die information, ich finde das schön sehr cool.