Zahnimplantate

Implantate steigern die Lebensqualität im Alter

28. Mai 2013
Gerade bei älteren Menschen können Implantate die Lebensqualität erheblich steigern

Gerade bei älteren Menschen können Implantate die Lebensqualität erheblich steigern

Viele ältere Menschen denken, dass Implantate nichts mehr für sie sind. Sie befürchten, dass ihr Knochen die Titanwurzeln nicht mehr so gut annimmt. Befürchten, dass sich ihr Alter negativ auf den Heilungsprozess auswirkt. Selbst, wenn ein Zahnarzt ihnen zu Implantaten rät, bleiben sie meist skeptisch und zweifeln, ob das für sie die richtige Lösung sein kann.

Doch diese Befürchtungen sind völlig unbegründet. Denn die Risiken sind für einen älteren Menschen nicht höher als für einen jüngeren, die Implantate benötigen auch nicht signifikant mehr Zeit, um einzuheilen.

Ganz im Gegenteil: Implantate sorgen gerade bei älteren Patienten für eine höhere Lebensqualität. Kaukomfort und Sprechgefühl werden um ein Vielfaches optimiert, der Magen-Darm-Trakt entlastet. Eine Studie aus dem Jahr 2012 belegt sogar, dass festsitzender Zahnersatz das Risiko einer Demenzerkrankung senken kann.

Unser bisher ältester Patient ist Richard W. aus Stuttgart. Mit 92 Jahren entschied er sich für Implantate und gegen seine störende Vollprothese. Erst zwei Jahre zuvor hatte er seine noch verbliebenen, natürlichen Zähne verloren und sie durch die Prothese ersetzen lassen. Mit der bisherigen Lösung war er damals aber alles andere als zufrieden.

“Anfangs saß die Prothese ja ganz gut, aber nach ein paar Wochen fing sie an zu wackeln und haftete nicht mehr. Da half auch irgendwann die Haftcreme nicht mehr”, erzählt der mittlerweile 94-Jährige.

Was er damals erlebte, kommt bei älteren Patienten häufiger vor, wenn sie Vollprothesen tragen. Denn so wird der Kiefer nicht optimal belastet und der Kieferknochen baut sich ab. Das wiederum bedeutet aber, dass die Prothese nicht mehr optimal sitzen kann und sich ein schmaler Freiraum zwischen Prothese und Kiefer bildet, der ein unangenehmes Wackeln, Drücken und Rutschen zur Folge hat. Da hilft dann nur noch eine Unterfütterung.

“Ich habe meine Vollprothese alle paar Monate unterfüttern lassen. Das kostete mich jedes Mal Zeit und Geld. Nach der dritten Unterfütterung wollte ich das nicht mehr”, ergänzt Richard W. Weil sein Enkel gerade unfallbedingt einen Zahn verloren hat, sucht er im Internet nach einer Alternative zur herkömmlichen Brücke und wird schnell fündig: Implantate. Auch Richard interessiert sich dafür und erkundigt sich. Erst hat er Bedenken, weil er denkt, dass er zu alt dafür ist.

“Doch dann habe ich mich von den netten Damen des Service-Centers beraten lassen, die mir die Angst genommen haben”, erklärt der 94-Jährige munter.

Weitere Vorteile waren, dass er in Zukunft wieder alles essen könnte, was er wollte. Dass er keine Sorge haben musste, dass seine Vollprothese sich beim Sprechen oder Lachen löst. Außerdem hat er auch davon gelesen, dass die Vorverdauung durch das gründlichere Kauen besser geregelt ist, so dass der Magen-Darm-Trakt des Rentners entlastet werden würde.

“Als ich von den Vorteilen hörte, war für mich klar, dass ich auch eine implantatgetragene Versorgung wollte”, sagt Richard und ist auch heute noch begeistert. “Danach wurde es dann besser, weil sich meine Dritten super angepasst haben. Ich konnte wieder vernünftig kauen und hatte auch beim Sprechen keine Angst mehr, dass mein Gebiss sich löst.”

Vor zwei Jahren bekam er seine implantatgetragene, festsitzende Versorgung eingesetzt und ist noch immer mehr als zufrieden. “Ich würde mich immer wieder für Implantate entscheiden”, sagt er. “Egal, wie alt ich bin.”

Kommentare

  • Dominik
    Posted at 12:27 29. Mai 2013
    Dominik
    Antworten Author

    Danke für den informativen Artikel!
    Es ist schön das die Forschung im Zahnimplantatbereich soweit forangeschritten ist, sodass alle Altersgruppe die Zahnimplantate nutzen können.
    Beste Grüße