Erfahrungen

Schlafnarkose im Detail – Ablauf, Inhalt, Fachpersonal

27. März 2015
Patientin unter TIVA

Patientin unter TIVA

Nichts von seiner Zahnbehandlung mitbekommen, sondern entspannt einschlafen, bevor es losgeht – vor allem für Angstpatienten von großem Vorteil. Ermöglicht wird das durch die Dämmerschlafnarkose. Was aber passiert bei der Narkose? Was macht der Anästhesist und wozu braucht man ihn überhaupt?

Eine Behandlung unter Schlafnarkose unterscheidet sich vom Ablauf her nicht grundlegend von einer Behandlung ohne. Der Patient kommt zu seinem Termin, wird in das Behandlungszimmer geführt und dem Anästhesisten vorgestellt. Sein Zahnarzt oder Implantologe bespricht die anstehende Behandlung erneut, bevor auch der Anästhesist noch einmal über die Narkose aufklärt und abklärt, ob es gesundheitliche Gründe gibt, die dagegen sprechen.
Ist alles geklärt, wird der Patient auf dem Behandlungsstuhl platziert und der Anästhesist injiziert das Narkosemittel.
In der Regel verwendet er für die total-intravenöse Anästhesie (kurz: TIVA) eine Kombination aus unterschiedlichen chemischen Stoffen. Darunter meist Analgetika (Schmerzmittel), Hypnotika (Schlafmittel) und Muskelrelaxantien.
Die Anwesenheit eines Anästhesisten ist zwingend notwendig – nicht nur für die richtige Kombination der Narkosemittel, sondern auch für die kontinuierliche Beobachtung des Patienten während der Narkose.
“Bei der TIVA ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Zahnarzt und Anästhesist erforderlich”, sagt auch Dr. Regina Schindjalova, Chefärztin der Dentaprime-Zahnklinik. “Beide Spezialisten lassen sowohl ihre Erfahrung als auch ihre Qualifikation einfließen, um ein für den Patienten optimales Ergebnis zu erzielen.”

Die Kombination der oben genannten Mittel lässt den Patienten in einen tiefenentspannten Zustand gleiten, der dem Schlaf ähnelt und das Bewusstsein für die Dauer der Behandlung einschränkt. Das bedeutet, dass der Patient nichts mitbekommt und sich auch danach nicht an die Behandlung erinnert.
Stattdessen erwacht er am Ende der Behandlung – noch immer unter Überwachung – und ist schon nach kurzer Zeit wieder in der Lage die Klinik zu verlassen. Das ist möglich, da die eingesetzten Stoffe einerseits eine gute Körperverträglichkeit aufweisen, andererseits vom Körper aber auch in einer moderaten Geschwindigkeit abgebaut werden. Für den Patienten bedeutet das: keine große Belastung durch die Narkotisierung, kurze Erholungsphase danach.

“Ich würde mich immer wieder für die Dämmerschlafnarkose entscheiden,” meint Ingeborg M. (45), Patientin der Dentaprime-Zahnklinik. “Anfangs war ich sehr nervös, weil ich Angstpatientin bin. Und dann bekam ich Angst vor der kompletten Behandlung. Doch sowohl Dr. Peev, mein behandelnder Arzt, als auch Dr. Haimov, der Anästhesist, haben mich beruhigt. Und schon kurz nachdem die Spritze gesetzt war, habe ich nichts mehr mitbekommen. Aufgewacht bin ich dann mit neuen Implantaten und ohne Schmerzen.”
Da die Schlafnarkose schnell vom Körper abgebaut wird, ist ein langer Aufenthalt in Aufwachräumen nicht erforderlich. Der Anästhesist hat nach dem Aufwachen noch ein Auge auf das Wohlergehen des Patienten, doch schon bald danach kann er die Klinik verlassen und sich ausschlafen.

“Nach meiner Behandlung brachte George mich in mein Hotel – weil ich noch etwas schwach war sogar bis zur Zimmertür”, erinnert sich Ingeborg M. “Mein Mann wartete dort schon auf mich und kümmerte sich um mich. Schon nach ein paar Stunden Schlaf fühlte ich mich wieder fit. Am nächsten Tag spürte ich nichts mehr von der Narkose.”

Besonders Angstpatienten nutzen die Möglichkeit des Dämmerschlafes gerne, um Behandlungen vornehmen zu lassen.
“Für sie ist es eine ideale Möglichkeit ihre Angst zu überwinden und die Eingriffe durchführen zu lassen, die notwendig sind, um eine ideale Mundgesundheit aufrecht zu erhalten oder überhaupt erst wieder aufzubauen”, sagt Dr. Regina Schindjalova.
Dabei ist die Schlafnarkose sehr viel schonender als beispielsweise die Vollnarkose, die den Körper außer Gefecht setzt und eine so unkomplizierte, ambulante Vorgehensweise nicht ermöglicht.

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Anästhesist und Zahnarzt bzw. Implantologe wird in der Dentaprime-Zahnklinik groß geschrieben. Mit der Schlafnarkose ermöglichen die Spezialisten vielen Patienten eine entspanntere Behandlung und nehmen ihnen damit auch die Angst.

Bildnachweis: ©contrastwerkstatt #41997047, fotolia.com

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